Gutachten gefordert

Mutter köpfte ihre Tochter: In einem Jahr entlassen?

Oberösterreich
04.09.2006 19:20
Lebenslang? Oder sechs Monate Haft wegen Störung der Totenruhe? Oder nach einem Jahr psychiatrischer Behandlung bedingte Entlassung? Nach zwei Gutachten ist für die Linzer U-Gefangene Romana Miny (42), die ihre Tochter (21) geköpft haben soll, noch alles drinnen. Jetzt muss ein zweiter Sachverständiger den Fall klären.

„Die Kleine könnte sich ja selbst erhängt haben, bevor ihre Mutter ihre Leiche verschwinden ließ“, plädiert der Linzer Anwalt Andreas Mauhart auf Störung der Totenruhe - für sechs Monate statt lebenslang.

Doch der Linzer Staatsanwalt Dietmar Gutmayer kann nach zwei widersprüchlichen Gutachten des Salzburgers Ernst Griebnitz auch eine dritte Möglichkeit noch nicht ausschließen: „Dass die Frau als unzurechnungsfähig und gemeingefährlich in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen wird, wo ihr Zustand jährlich überprüft wird.“ Deshalb bestellte der Ankläger nun ein drittes, entscheidendes Gutachten vom Vorarlberger Psychiater Reinhard Haller: War´s ein eiskalt geplanter Mord?

 

 

Foto: Chris Koller

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