Mutiger Junge

Schlangenopfer ist Fan von Gruseltieren

Wovor sich viele Menschen gruseln, fasziniert den sechsjährigen Elias aus Scharnstein: Schlangen und Spinnen. Nun wurde der aufgeweckte Bub ein Opfer seiner Leidenschaft und Neugier. Beim Wandern wurde er von einer Kreuzotter gebissen.

Elias wird noch ein paar Tage im Salzburger Spital bleiben müssen, weil sich die Vergiftungssymptome in seinem linken Arm am Sonntag verstärkt hatten. Der Bub, der sich schon auf seinen ersten Schultag in einer Woche freut, war mit Eltern und Großeltern bei den Gosauseen wandern, als er auf einem Stein eine Schlange entdeckte. Er hielt sie für tot und hob sie auf. „Im nächsten Moment ist sie mir durch die Hand geflutscht und hat mich in den Finger gebissen“, erzählte Elias im Spital dem „Krone“-Reporter.+

Ärzte loben Vater
Und die Ärzte loben die umsichtige Handlungsweise von Elias Vater Reinhold Ebenführer (39). Er trug seinen gebissenen Sohn vorsichtig fast drei Kilometer weit zum Vorderen Gosausee, wo schon die vom Opa alarmierte Rettung wartete.

Stichwort: Die Kreuzotter ist die bei uns am meisten verbreitete Giftschlange, tritt vereinzelt im Alpenvorland, verstärkt im Mühlviertel auf. Ihr Biss ist selten tödlich, dennoch sollte sofort ein Arzt konsultiert werden. Je weniger Bewegung, desto weniger verteilt sich das Gift im Körper. Bisswunde nie abbinden!

 

 

Foto: Markus Tschepp

Dienstag, 15. Juni 2021
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