Nach einem Brand, der Klagenfurt im Jahr 1514 beinahe vollständig zerstört hatte, verschenkte Kaiser Maximilian die Stadt 1518 an den wohlhabenden evangelischen einheimischen Adel. Diese Landstände waren es, die die Stadt wieder neu aufbauen ließen. Sie machten Klagenfurt zur neuen Hauptstadt Kärntens.
Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde dann der 4,5 Kilometer lange Lendkanal angelegt. Er speiste den Stadtgraben und diente als Transportweg für Baumaterialien. Es entstanden die evangelische Predigerkirche (der spätere Dom), der Lindwurmbrunnen und das Landhaus. Dieses sollte als Sitz der Landstände dienen und beherbergt bis heute den Kärntner Landtag.
"Das Besondere daran: Genau diese Bauwerke prägen auch heute noch das Klagenfurter Stadtbild", ist Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz begeistert. Mit einer Arbeitsgruppe (siehe Foto oben) bestehend aus Presse, kirchlichen Vertretern, Fachleuten aus Kultur und Pädagogik sowie dem "Who-is-who der Kärntner Historiker" plant sie schon jetzt das große 500-Jahr-Jubiläum der Stadt Klagenfurt im Jahr 2018. "Der Fokus liegt in erster Linie auf der Entwicklung der Stadt", verrät Mathiaschitz. Man darf also gespannt sein...
Bis dahin sind Interessierte im Klagenfurter Wappensaal im Landhaus gut aufgehoben: Dort befindet sich das Fresko (großes Foto oben) von Josef Fromiller, das die Übergabe der Schenkungsurkunde durch Maximilian I. an die Kärntner Stände zeigt, wodurch Klagenfurt eine "landständische Stadt" wurde.
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