"Der Schrei" zurück
Geraubte Meisterwerke von Munch sichergestellt
Das Munch-Museum bestätigte die Echtheit beider Gemälde. "Die Reparatur von ein paar Schrammen an den Bildern wird nicht lange dauern", meinte der sichtlich begeisterte Kulturminister Trond Giske. Die vor zwei Jahren geraubten Bilder sollen dann "schon sehr bald" wieder an ihren angestammten Plätzen im Osloer Munch-Museum zu sehen sein.
Polizeichef Iver Stensrud gab an, es sei kein Lösegeld oder Finderlohn gezahlt worden. Die Polizei blieb nach der sensationellen Sicherstellung der Kunstwerke mit Blick auf die Vorgeschichte verschwiegen. Man verweigerte jede Antwort auf ein mögliches Tauschgeschäft mit dem Bankräuber David Toska, der sich nach Medienangaben mit dem entscheidenden Tipp Strafmilderung in anderen Fällen erkaufen wollte. Toska wartet auf eine Berufungsverhandlung, nachdem er zu 19 Jahren Haft wegen eines spektakulären Überfalls auf eine Geldzentrale in Stavanger verurteilt worden ist.
Der 1944 gestorbene Munch hatte den "Schrei" 1894 und "Madonna" ein Jahr später gemalt. Der Wert der als völlig unverkäuflich geltenden Bilder wurde von der Stadt Oslo als Eigentümerin auf knapp 100 Millionen Euro beziffert. Die Tatbeteiligten sind für den spektakulären Raub bereits verurteilt.
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