Die tödliche Auseinandersetzung hatte sich am 12. Mai in Steyr ereignet: Der stark alkoholisierte Beschuldigte fuhr zur Asylunterkunft des 17-Jährigen. Die Jugendlichen, die früher zusammen gewohnt hatten, begannen zu streiten. Dabei habe ihn das spätere Opfer beleidigt, so der Angeklagte.
Der Ältere der beiden nahm ein Küchenmesser. Der Beschuldigte entriss es ihm, stach damit auf den 17-Jährigen ein und traf dessen Oberschenkelarterie. Der Mauretanier konnte noch ein Fenster öffnen und flüchten. Bei der Einlieferung ins Krankenhaus verblutete er aber.
Mehrere Zeugen belasteten den Angeklagten von der Elfenbeinküste: Zwei Personen wollen die Auseinandersetzung in der Wohnung beobachtet haben. Sie erklärten, dass der Asylwerber mehrmals mit dem Messer in die Richtung des 17-Jährigen gezielt und ihn einmal getroffen habe. Ein Bekannter des Beschuldigten sagte aus, er habe eine Woche vor dem Zwischenfall angekündigt, dass er den Jugendlichen umbringen werde. Ein anderer Zeuge gab an, dass er den Angeklagten nach der Tat mit der Waffe in der Hand gesehen habe, ein weiterer, dass er ihn mit dem Messer bedroht habe.
Dem Beschuldigten, der laut einer Forensikerin mit großer Wahrscheinlichkeit über 18 und eventuell über 21 Jahre alt ist, war zudem ein Raub angelastet worden: Er habe bereits im März in Linz eine Afrikanerin von hinten niedergestoßen und ihr das Handy gestohlen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.