Mo, 24. September 2018

"Nockyflitzer“:

21.06.2016 10:16

Die geologische Gefahr ignoriert

Die alpine Achterbahn "Nockyflitzer" auf der Turrach ist bis auf weiteres außer Betrieb, ein Erdrutsch hat sie ja stark beschädigt (wir berichteten). Doch das Geschehen entwickelt sich zum Skandal: Bereits vor zwei Jahren waren tiefe Setzungen auf der Skipiste aufgefallen. Es wurde besichtigt, dann ging’s einfach weiter.

Landesgeologe Dietmar Widowitz bestätigt, was bisher niemand wusste: "Von Seiten der Bergbahnen wurde mir nun mitgeteilt, dass vor zwei Jahren Setzungen von bis zu einem Dreiviertel Meter aufgetreten waren. Jene Firma, die die Skipiste gebaut hat, hat Maßnahmen allerdings für nicht nötig erachtet. So wurde es mir jedenfalls geschildert."

Fritz Gambs, der Geschäftsführer der Turracher Bergbahnen, verweist ebenfalls auf das Unternehmen: "Den Namen will ich nicht nennen. Aber die haben nur gemeint, es sei nichts Tragisches." Dazu muss man wissen, dass man die nun abgerutschte Skipiste dadurch verbreiterte, indem man den Hang bergseitig abgrub und talseitig anschüttete. Diese Anschüttung rutschte trotz "bewehrter Erde" ab und riss den "Nockyflitzer" mit.

Gambs hat ja in der "Krone" gemeint, dass es zu einem frequentierteren Zeitpunkt schlimmer ausgehen hätte können. Was bedeutet, dass Verletzte und Tote die Folge gewesen wären.

Landesgeologe Widowitz: "Das ist alles Betreibersache, aber unterschätzt hat man die Gefahr vermutlich schon." Der Berg selbst sei übrigens absolut stabil. Widowitz: "Es geht nur um diese Anschüttung, wo mindestens 5000 Kubikmeter abgerutscht sind."

Seit zwei Jahren fuhr also beim "Nockyflitzer" ständig die Gefahr mit.

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