Am Montag begann die US-Armee die Mission „Project Freedom (Projekt Freiheit)“ begonnen. Ziel des Marineeinsatzes ist die Sicherung der Meerenge für die Handelsschifffahrt. Die iranischen Streitkräfte reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf US-Schiffe und auch auf verbündete Golfstaaten. Trotz der jüngsten Eskalation hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am Dienstag versichert: „Die Waffenruhe ist nicht beendet.“
Die USA wollten die Schifffahrt vor iranischer Aggression schützen, der Militäreinsatz sei vorübergehend, so der Minister weiter. Der Iran hat nach Angaben des US-Generalstabschefs Dan Caine seit Beginn der Waffenruhe mehr als zehnmal US-Streitkräfte angegriffen. Seit der Anfang April verkündeten Feuerpause habe der Iran zudem neunmal auf Handelsschiffe geschossen und zwei Containerschiffe beschlagnahmt, führte Caine bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Hegseth aus. Er sprach von Vorfällen, die alle „derzeit noch unterhalb der Schwelle für die Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen liegen“.
Iran: „Bösartige Präsenz der USA wird abnehmen“
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Qalibaf erklärte in sozialen Medien, die Armee seines Landes habe mit Angriffen „noch nicht einmal begonnen“. Die Sicherheit der Schifffahrt sei durch das Vorgehen der USA bedroht. Das US-Militär hatte zuvor sechs kleine iranische Schiffe zerstört.
„Wir wissen genau, dass die Fortsetzung der gegenwärtigen Situation für die Vereinigten Staaten unhaltbar ist, obwohl wir noch nicht einmal begonnen haben“, heißt es in der Erklärung Qalibafs, der auch Leiter der iranischen Delegation in den Verhandlungen mit der US-Regierung ist. Die „bösartige Präsenz“ der USA am Persischen Golf werde abnehmen, fügte er hinzu.
Pakistan mahnt zur Zurückhaltung
Der Vermittlerstaat Pakistan mahnte unterdessen zur Zurückhaltung. Es sei „absolut essenziell, dass die Waffenruhe gewahrt und respektiert“ werde, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X. Zudem verurteilte Sharif Raketen- und Drohnenangriffe des Iran auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Teheran hatte am Montag Ölanlagen im Hafen von Fujaira angegriffen.
Auch am Dienstag bekämpften die Emirate nach Angaben des Verteidigungsministeriums iranische Raketen- und Drohnenangriffe. Das Außenministerium sprach von einer schweren Eskalation sowie einer direkten Bedrohung der Sicherheit und behält sich das Recht auf eine Reaktion vor.
Inmitten des andauernden Konflikts wollte Irans Außenminister Abbas Araqchi nach China reisen, um mit seinem chinesischen Kollegen die Entwicklungen in der Region zu erörtern, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim mitteilte. China gilt als Hauptabnehmer der iranischen Öl- und Gasproduktion. Die Volksrepublik hatte auch die gegen iranische Häfen gerichtete US-Seeblockade in der Straße von Hormuz kritisiert. Zuletzt war Araqchi zu Gesprächen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in St. Petersburg.
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