21.08.2006 23:21 |

Heikle Reparatur

Riskante Reparatur an der Raumfähre ¿Atlantis¿

Am US-Raumfahrtzentrum Cape Canaveral führt die NASA riskante Reparaturarbeiten an dem Space-Shuttle „Atlantis“ durch. Zwei Befestigungsbolzen der Hauptantenne der „Atlantis“, die zu kurz sind, muss ein NASA-Techniker in schwindelnder Höhe auswechseln.

Weil die Raumfähre bereits in der senkrechten Position an der Startrampe steht, sind die Bolzen nur schwer zu erreichen. Dabei muss der Techniker allein und auf der Seite liegend von einem schmalen Steg aus arbeiten, der von einem Gerüst herausragt.

Der für nächsten Sonntag geplante Start der „Atlantis“ ist durch die Bolzenwechsel nicht in Gefahr, sagte ein NASA-Sprecher.

Die Raumfähre ist zwar schon 26 Mal mit den kurzen Bolzen ohne Zwischenfälle geflogen. Die NASA-Techniker schließen aber nicht aus, dass die Antenne bei den Belastungen des Starts abreißen und der Länge nach durch den 18 Meter langen Frachtraum der „Atlantis“ fliegen könnte, in dem sich das Solarmodul für die ISS befindet. Die Folgen könnten katastrophal sein.

Nach mehreren Testflügen zur technischen Verbesserung der US-Raumfähren soll die „Atlantis“ am kommenden Sonntag wieder mit Fracht zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.

Der Ausbau der ISS stockt seit 2003, als die „Columbia“ beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wegen eines Lochs im Isolierschaum an der Außenhülle explodierte. Die US-Fähren sind die einzigen Raumfahrzeuge, die schwere Bauteile zur ISS bringen können. Der Zeitplan ist eng, denn 2010 sollen die Raumfähren außer Dienst gestellt werden.