Gewalt ohne Ende
17 Pilger bei Anschlägen in Bagdad getötet
Medienberichten zufolge verhaftete die Polizei vier Männer, die von einer sunnitischen Moschee aus auf die Hunderttausenden Pilger geschossen haben sollen.
Es ist bereits das zweite Mal, dass im Zusammenhang mit der diesjährigen Wallfahrt Pilger angegriffen wurden: Am Freitagabend waren bereits sieben Gläubige aus einem Auto heraus erschossen worden, als sie in einem mehrheitlich sunnitischen Stadtbezirk unterwegs waren.
Wegen der Wallfahrt gilt in der gesamten Hauptstadt ein Fahrverbot. Die Sicherheitskräfte postierten Scharfschützen auf den Dächern. Polizei und Militär errichteten zahlreiche Kontrollpunkte. Die Pilger strömten zu Fuß zur Moschee mit dem Schrein, die im nördlichen Stadtviertel Kadhimiya liegt.
Seit einem Anschlag auf einen schiitischen Schrein im Februar hat sich die Gewalt zwischen der schiitischen Mehrheit und der sunnitischen Minderheit im Land verschärft. Die Wallfahrt zum Todestag von Imam Mussa zieht in der Regel hunderttausende Gläubige an. Vor einem Jahr waren fast tausend Menschen gestorben, als auf einer Brücke über den Tigris unter den versammelten Gläubigen eine Massenpanik wegen eines angeblichen Anschlags ausbrach.
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