Eine Oberkärntnerin ist gebrochen, ihre Kinder sind entsetzt: Die 63-Jährige hatte sich über Internet in einen Mann verliebt und ihm mit Geld ausgeholfen. Dafür musste sie sogar eine Hypothek aufnehmen. Es dürfte sicher sein, dass sie Opfer der "Nigeria Connection" geworden ist, die schon Tausende Frauen abgezockt hat.
Die Kärntnerin war über Facebook mit dem Mann, der behauptete, Amerikaner mit deutschen Wurzeln zu sein, in Kontakt gekommen. Bei ihren Chats schrieb er immer öfter von Scheidung, Krankheit und dass er finanzielle Hilfe brauche. Da die Pensionistin sich mittlerweile in den Mann verliebt hatte, schickte sie ihm Geld. "Über Western Union", erzählt ein Polizeibeamter. Internetbetrüger nutzen diese Methode gern, da Empfänger das Geld sofort entgegennehmen können und damit Rückholaktionen unmöglich machen.
Insgesamt 85.000 Euro hat die Oberkärntnerin überwiesen. Dafür musste sie sogar ihr Haus mit 70.000 Euro belasten. Als ihre Kinder das herausfanden, waren sie entsetzt. Erst da erstattete die Frau, die beschämt und gebrochen ist, Anzeige.
Sicherheit, die Täter zu finden, gibt es nicht. Ermittler Klaus Tamegger: "Wir können jedoch Internetdaten ausheben und mit internationalen Daten abgleichen. Dabei fliegen immer wieder Tätergruppen auf."
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