Zu undankbar
Bush ist enttäuscht von Anti-US-Protesten im Irak
Besonders enttäuscht habe ihn die Protestaktion, bei der 10.000 irakische Schiiten für die pro-iranische Hisbollah und gegen die USA demonstriert hatten, sagte eine Professorin, die an dem Treffen im Weißen Haus teilgenommen hatte.
Im Irak brachen Gewalt und Chaos am Mittwoch auch in Regionen aus, in denen es normalerweise eher friedlich bleibt. Insgesamt starben mindestens 27 Menschen. In Kerbela nahmen die Sicherheitskräfte rund 200 Anhänger des schiitischen Geistlichen Großajatollah Mahmud al- Hassani fest, nachdem bei Gefechten zwischen Polizisten und Angehörigen der Gruppe am Vortag sechs Menschen getötet worden waren. Auslöser der Gefechte war ein Streit um ein öffentliches Gebäude gewesen, das die Gruppe zu ihrem Domizil erklärt hatte.
Iranische Rebellen auch im Irak aktiv
Nach Angaben der irakischen Grenzpolizei kam es in zwei Dörfern der Provinz Erbil nahe der iranischen Grenze am Mittwoch zu Gefechten. Acht kurdische Loyalisten der iranischen Regierung seien dabei von Kämpfern der iranischen Oppositionsgruppe Partei für ein Freies Leben in Kurdistan getötet worden. Die Loyalisten hätten über die Grenze hinweg Hilfe von der iranischen Armee erhalten, die sie mit Artillerie-Angriffen unterstütze habe.
Bei der Explosion einer Autobombe auf einem Flohmarkt in Bagdad kamen acht Iraker ums Leben. 28 weitere Zivilisten wurden nach Angaben von Krankenhausärzten verletzt. Sechs Extremisten starben bei einem Gefecht mit der Polizei im nordirakischen Mossul.
Briten vertreiben Clanmitglieder
Ebenfalls am Mittwoch haben Bewaffnete den Sitz des Gouverneurs der irakischen Provinz Basra angegriffen. Mitglieder des Bani-Assad-Clans machen die Provinzregierung für die Ermordung eines Stammesführers am Dienstag verantwortlich und daher haben das Gebäude belagert. Die Bewaffneten sind schließlich geflohen, als britische Truppen eingriffen. Sieben der Angreifer sind laut Polizei festgenommen worden.
Angst vor Bürgerkrieg zwischen Schiiten und Sunniten
Die US-Truppen und die irakischen Sicherheitskräfte verstärkten zuletzt ihre Präsenz in Bagdad, um die wachsende Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten einzudämmen. Die Wahrung der Sicherheit in der Hauptstadt ist nach Einschätzung der US-Regierung entscheidend, um das Land vor einem Bürgerkrieg zu bewahren.
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