Nach 20 Jahren Diskussion konnten sich Land, Bund, Behörden und Grundstücksbesitzer nun einigen: Die letzte Bauphase für die Sanierung des Bleistätter Moors läuft an. Bis 2017 sollen rund 80 Hektar durch die Tiebel geflutet und der Natur zurückgegeben werden. Dabei wird ein Naturerlebnis-Bereich entstehen.
Das Bleistätter Moor erstreckt sich von Feldkirchen-Rabensdorf bis zum Ossiacher See und umfasst rund 600 Hektar. Um landwirtschaftliche Nutzflächen zu schaffen, wurde ein Großteil der Fläche ab 1930 trockengelegt. Dass diese Aktion jedoch zur Störung des ökologischen Gleichgewichtes des Ossiacher Sees beitragen sollte, war damals wohl niemanden bewusst gewesen.
"Ab diesem Zeitpunkt strömte die Tiebel ungefiltert in den Ossiacher See, es entstand eine Algenplage", erklärt Landesrat Rolf Holub. Um die Wasserqualität des Sees wieder zu verbessern, wurde in den Neunzigern an Maßnahmen gefeilscht, die nun, 20 Jahre später, finalisiert werden können. "Die Gesamtkosten für die Sanierung des Moores betragen 10,5 Millionen Euro", ergänzt Landesrat Christian Benger, der am Dienstag mit einem Spatenstich die letzte Bauphase des Projektes einleitete.
Bevor das Moor jedoch Ende 2017 durch die Tiebel wieder geflutet wird, müssen neue Wegesysteme sowie Inseln und Tiefenrinnen im Flutungsbecken ausgestaltet werden. Und genau diese Arbeiten haben nun begonnen. Benger: "Mit diesen Maßnahmen sichern wir auch Landwirtschaft und Tourismus in der Region."
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