Nächster Rückschlag

Ein Sarkophag für den Blaukalk

Kärnten
17.05.2016 08:31

Knalleffekt bei der Suche nach einer Lösung für die Giftmüll-Deponie in Brückl! Wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, soll die europaweite Ausschreibung für die Verwertung des kontaminierten Kalks geplatzt sein; es gebe keine Interessenten. Die Konsequenz: Das Material soll vor Ort einbetoniert werden.

Eines steht fest: Nach dem Skandal um die erhöhten HCB- und Quecksilber-Emissionen aus dem Zementwerk, gibt es keine "guten" Lösungen mehr, um den verseuchten Blaukalk auf der Deponie-Altlast loszuwerden. Jetzt der nächste Rückschlag: Wie Insider berichten, sei die Ausschreibung für die Verwertung von 140.000 Tonnen Kalk gescheitert - niemand traut sich an das HCB heran.

Die Folge: Verantwortliche planen, das belastete Material direkt auf der Deponie zu versiegeln - quasi in einem Sarkophag zu verschließen, wie aus gut informierten Kreisen zu vernehmen ist. Die Kosten dafür sollen sich auf 12 Millionen Euro belaufen, die wohl vom Umweltministerium und von der Donau Chemie getragen werden müssten.

Offiziell bestätigt wurden die Versiegelungspläne bisher nicht - weder Vertreter der Donau Chemie noch der Umweltreferent waren zu erreichen. Konfrontiert mit dem Sachverhalt, sagt Andreas Schäfermeier, Sprecher von Landeshauptmann Peter Kaiser: "Das Wichtigste ist, dass alles unternommen wird, damit von der Altlast keine Gefahr für Mensch und Umwelt mehr ausgeht."

Das betonierte "HCB-Grab" soll alle paar Jahre auf dessen Dichtheit geprüft und neue Verwertungsmöglichkeiten sollen gesucht werden sollen. Gibt es keine nachhaltigen Lösungen, bleibt das Problem zwar unsichtbar, aber bestehen.

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