Nahost-Krise
Erste UNO-Soldaten Italiens im Südlibanon
Italien stellt mit geplanten 3.000 Soldaten das größte Kontingent in der aufgestockten UNO-Friedenstruppe UNIFIL. Das Land will im Februar von Frankreich das Kommando für die Truppe übernehmen. Insgesamt soll die Friedenstruppe eine Stärke von 15.000 Soldaten erreichen. Sie soll entlang der Grenze des Libanon zu Israel stationiert werden und die Einhaltung des Waffenstillstands zwischen den Konfliktparteien überwachen. Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz hatten rund einen Monat lang Krieg geführt. Der Waffenstillstand gilt seit 14. August und wurde weitgehend eingehalten.
UNO-Generalsekretär Annan hatte zuletzt erklärt, sobald die UNIFIL-Truppe an Ort und Stelle eine Stärke von 5.000 Soldaten erreicht habe, sollten sich die israelischen Truppen komplett aus dem Libanon zurückziehen.
Der französische Kommandant der UNIFIL-Truppe, Generalmajor Alain Pellegrini, sagte vor Journalisten in Tyrus, er gehe davon aus, dass binnen zwei Wochen 5.000 Soldaten eingetroffen sein würden. Frankreich hat einen Beitrag von 2.000 Soldaten, Spanien von mehr als 1.000 angekündigt. Auch Polen, Indonesien und Belgien wollen sich personell beteiligen. Nach Angaben aus UNO-Kreisen in New York hat Israel mittlerweile seine Vorbehalte gegen eine Beteiligung Indonesiens aufgegeben. Indonesien unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Israel.
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