Trotz UNO-Sanktionen

Nordkorea feuert Kurzstreckenraketen ins Meer

Ausland
03.03.2016 05:49

Unmittelbar nach der drastischen Verschärfung der UNO-Sanktionen gegen Nordkorea hat das Land nach südkoreanischen Angaben mehrere Kurzstreckengeschoße ins Meer abgeschossen. Der UNO-Sicherheitsrat hatte zuvor als Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Atomtest die bisher schärfsten Sanktionen gegen Pjöngjang verhängt.

Südkorea sprach zunächst von Kurzstreckenraketen, die vom kommunistischen Norden ins Japanische Meer abgefeuert worden seien. Später sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, die genaue Art der Geschoße - Raketen oder Artilleriegeschoße - werde noch geprüft. Er fügte hinzu: "Die südkoreanische Armee beobachtet jegliche weiteren Schritte des Nordens."

Schärfste UNO-Sanktionen seit mehr als zwei Jahrzehnten
Nordkorea hatte am 6. Jänner seinen vierten Atomwaffentest seit 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekannt gegeben. Beides verstieß gegen mehrere UNO-Resolutionen. Darauf reagierte der UNO-Sicherheitsrat am Mittwoch mit neuen Strafmaßnahmen. Es seien die schärfsten Sanktionen, die der Sicherheitsrat in mehr als zwei Jahrzehnten verhängt habe, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power.

Mit den Stimmen Chinas und Russlands beschloss der Sicherheitsrat einstimmig, unter anderem die Exportbeschränkungen für Nordkorea drastisch zu verschärfen - mit dem Ziel, dem Land die Finanzierung seiner Atom- und Raketenprogramme weiter zu erschweren. Weder Kohle noch Eisen, Eisenerz, Gold, Titan oder seltene Erden dürfen dem Land noch abgekauft werden. Treibstoff für Flugzeuge oder Raketen darf nicht mehr geliefert werden.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
03.03.2016 05:49
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung