Martyrium
Polen mussten in Italien wie Sklaven arbeiten
Ausland
18.07.2006 22:15
Polnische und italienische Polizisten haben am Dienstag nach gemeinsamen Ermittlungen 113 Polen befreit, die in der Region Apulien als "Arbeitssklaven" festgehalten wurden. In beiden Ländern wurden 25 Personen festgenommen, denen Menschenhandel vorgeworfen wird, teilte ein Polizeisprecher am Dienstag mit.
Die Polen seien unter Bedingungen, die an Arbeitslager erinnerten, festgehalten und von bewaffneten Wächtern kontrolliert worden. Diese Bewacher, die sich mit "Capo" anreden ließen, hätten Fluchtversuche streng bestraft und die Arbeiter geschlagen.
Die festgenommenen Tatverdächtigen stammen den Angaben zufolge aus Bari und Foggi sowie mehreren Regionen in Ost- und Südpolen, die zu den ärmsten der EU gehören. Die Ermittler gehen davon aus, dass noch wesentlich mehr als die 113 befreiten Polen Opfer der Menschenhändler wurden. Insgesamt könnten bis zu 500 Menschen unter sklavenähnlichen Bedingungen gearbeitet haben, hieß es.
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