Mo, 20. Mai 2019
31.01.2016 08:40

Türkei vs. Russland

Erneut Streit über Luftraumverletzung

Zwischen der Türkei und Russland ist wieder ein Streit über eine angebliche Luftraumverletzung entbrannt. Nach Angaben der Regierung in Ankara ist ein russischer Jagdbomber vom Typ SU-34 am Freitag über die türkische Grenze geflogen und hat auf Radarwarnungen nicht reagiert. Der russische Botschafter sei wegen der Luftraumverletzung vorgeladen worden, so das Außenministerium am Samstag.

Ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums bezeichnete den Vorwurf als reine Propaganda. Keines der in Syrien stationierten russischen Kampfflugzeuge habe den türkischen Luftraum verletzt. Die türkischen Radaranlagen seien nicht in der Lage, den konkreten Typ oder die Nationalität eines Flugzeugs sicher festzustellen. Eine verbale Warnung habe es weder auf Englisch noch auf Russisch gegeben.

Erdogan: "Russland wird Konsequenzen tragen müssen"
Das Außenministerium der Türkei forderte Russland auf, "den türkischen Luftraum, der auch NATO-Luftraum ist, nicht zu verletzen". Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte: "Russland wird die Konsequenzen tragen müssen, wenn es weiterhin die Souveränitätsrechte der Türkei verletzt." Solch "unverantwortliche Taten" seien weder für Russland noch für die Beziehungen zwischen der NATO und Russland noch für den Frieden in der Region oder in der Welt förderlich.

Auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg forderte Russland auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass der NATO-Luftraum nicht wieder verletzt werde. Stoltenberg rief zugleich zur "Ruhe und Deeskalation" auf. Frühere Vorfälle hätten gezeigt, wie "gefährlich" ein derartiges Verhalten sei.

Kampfjet-Abschuss verschlechterte Beziehungen
Im November hatte die Türkei ein russisches Kampfflugzeug in Syrien abgeschossen, das zuvor den türkischen Luftraum überquert haben soll. Russland bestritt die Verletzung türkischen Hoheitsgebietes. Seitdem haben sich die Beziehungen zwischen den beiden Staaten, die im Syrien-Krieg auf unterschiedlichen Seiten stehen, deutlich verschlechtert. Russland unterstützt den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, die Türkei wiederum die teils islamistischen Gegner des syrischen Machthabers.

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