Totale Eskalation

Rakete aus Gaza schlägt in israelischer Stadt ein

Ausland
04.07.2006 21:47
Palästinensische Extremisten haben am Dienstag eine Rakete in die israelische Stadt Ashkelon geschossen. Das Geschoss traf nach Angaben aus Militärkreisen im Stadtzentrum eine Schule, verletzte aber niemanden. Der israelische Ministerpräsident Olmert bezeichnete den Angriff als "schlimme Eskalation". Er sehe die Regierung der radikal-islamischen Hamas-Bewegung als verantwortlich für die Tat.

"Diese schwerwiegende Tat und dieser bösartige Versuch, israelische Bürger zu treffen, werden weitreichende Folgen haben und die Hamas-Organisation wird als erste davon betroffen sein", drohte der Regierungschef. Nach Medienberichten will Olmert am Mittwoch das Sicherheitskabinett zu einer Dringlichkeitssitzung versammeln, um über das Vorgehen nach dem Angriff auf Ashkelon zu beraten.

Rakete erreicht erstmals Ashkelons Zentrum
Zu der Tat bekannte sich der militärische Hamas-Arm, wie die israelische Zeitung "Haaretz" meldete. Ashkelon mit seinen rund 115.000 Einwohnern liegt etwa zehn Kilometer vom Gazastreifen entfernt. Die Stadt war bisher schon wiederholt Ziel von Raketen, doch hatten diese bisher nicht das Zentrum der Stadt erreicht. Palästinensische Extremisten hatten vor kurzem erklärt, sie hätten die Reichweite ihrer selbst gebauten Kassam-Raketen erhöht.

Israel ist jüngst wieder als Reaktion auf die Entführung eines Soldaten in südliche Grenzgebiete des Gazastreifens eingerückt, den es vor neun Monaten nach fast 40-jähriger Besatzungszeit verlassen hat. Palästinensische Extremisten, die den Soldaten in ihrer Gewalt haben, fordern von Israel unter anderem die Freilassung zahlreicher Gefangener.

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