Mehr als 1000 Sprünge hatte Rudolf Hauser schon absolviert. „Er ist in den vergangenen Jahren nur noch selten gesprungen - bei Veranstaltungen, aber bei keinen Bewerben“, erzählt Walter Gupfinger, Obmann des Fallschirmspringerklubs Union Linz, über das Opfer, das er gut kannte. Früher hatte der Landesbeamte Rudolf Hauser auch Fallschirmspringen für Senioren organisiert. Und „seinem“ Fußballverein Vöcklamarkt hatte er schon öfter den Ball zum Spiel „eingeflogen“.
In einer Regenpause abgesprungen
So auch am Samstag, als der UVB Vöcklamarkt zur 60-Jahr-Feier gegen den LASK antrat. In einer Regenpause ließen sich Rudolf Hauser und sein Kamerad Wolfgang K. (57) aus Traun mit einer Cessna 175 auf 1200 Meter fliegen, sprangen um 18.10 Uhr ab. Rudolf Hauser als Erster. „Möglicherweise wegen einer ,falschen Position´ dürfte er bereits beim Öffnen des Hauptschirmes massive Verletzungen im Beckenbereich erlitten haben, näherte sich deshalb mit kreisenden Bewegungen dem Boden“, berichtet die Polizei. 1000 Zuseher sahen das Drama.
Todes-Schirm wird untersucht
Ohne Steuerbewegungen schlug Hauser 500 Meter vom Ziel entfernt auf.“ Aufgrund massiver innerer Verletzungen dürfte er sofort verstorben sein“, heißt es im Polizei-Protokoll. „Er könnte beim freien Fall in Rotation gekommen sein und sich dann beim Öffnen des Hauptschirmes in den Leinen verstrickt haben“, rätselt Springer-Profi Walter Gupfinger. Klarheit wird die Untersuchung des Todes-Schirmes bringen.
Jährlich 10.000 Fallschirmflüge
Gupfinger springt seit 28 Jahren. Das war in dieser Zeit der dritte tödliche Unfall, an den er sich erinnern kann. In Oberösterreich gibt´s etwa 300 aktive Springer, jährlich werden landesweit etwa 10.000 Fallschirmflüge absolviert.
Repro: Tom Leitner
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