Bayern macht ernst

Hunderte Illegale wieder zurück nach Tirol

Tirol
13.01.2016 09:21

Die schier unbegrenzte Aufnahmebereitschaft von Flüchtlingen in Deutschland scheint nun Geschichte. Und das bekommt Österreich und nicht zuletzt auch Tirol zu spüren. An die 200 Personen werden pro Tag nach Österreich zurückgeschickt - in Kufstein zählte die Polizei seit Anfang November rund 600 Betroffene.

600 Flüchtlinge - von Bayern nach Tirol zurückchauffiert. Zum einen soll es sich dabei um Schutzsuchende handeln, die nicht in Deutschland, sondern z.B. in Belgien oder Skandinavien einen Asylantrag stellen wollten. Wie man hört, sollen sich darunter aber auch mutmaßliche Ganoven - in erster Linie Nordafrikaner - befinden. Solche, die unter Darstellung falscher Tatsachen versuchen, sich den "Status" als Flüchtling zu erschleichen. Im Spiel sind dabei - wenn überhaupt - nur gefälschte Pässe bzw. andere Dokumente.

Nach 72 Stunden auf freiem Fuß

In Tirol angekommen, werden die betroffenen Personen zunächst in Kufstein fremdenpolizeilich erfasst. Wie geht es dann weiter? Jene, die keinen Asylantrag stellen, halten sich illegal in Österreich auf und begehen damit eine Verwaltungsübertretung. Sie können mit einem Organmandat abgestraft oder vorübergehend festgehalten werden. Nach spätestens 72 Stunden sind sie aber wieder auf freien Fuß zu setzen.

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