Die schier unbegrenzte Aufnahmebereitschaft von Flüchtlingen in Deutschland scheint nun Geschichte. Und das bekommt Österreich und nicht zuletzt auch Tirol zu spüren. An die 200 Personen werden pro Tag nach Österreich zurückgeschickt - in Kufstein zählte die Polizei seit Anfang November rund 600 Betroffene.
600 Flüchtlinge - von Bayern nach Tirol zurückchauffiert. Zum einen soll es sich dabei um Schutzsuchende handeln, die nicht in Deutschland, sondern z.B. in Belgien oder Skandinavien einen Asylantrag stellen wollten. Wie man hört, sollen sich darunter aber auch mutmaßliche Ganoven - in erster Linie Nordafrikaner - befinden. Solche, die unter Darstellung falscher Tatsachen versuchen, sich den "Status" als Flüchtling zu erschleichen. Im Spiel sind dabei - wenn überhaupt - nur gefälschte Pässe bzw. andere Dokumente.
Nach 72 Stunden auf freiem Fuß
In Tirol angekommen, werden die betroffenen Personen zunächst in Kufstein fremdenpolizeilich erfasst. Wie geht es dann weiter? Jene, die keinen Asylantrag stellen, halten sich illegal in Österreich auf und begehen damit eine Verwaltungsübertretung. Sie können mit einem Organmandat abgestraft oder vorübergehend festgehalten werden. Nach spätestens 72 Stunden sind sie aber wieder auf freien Fuß zu setzen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.