Dazu muss man wissen. Bisher waren bei jedem Wahlkampf die roten Gewerkschafter die Kerntruppen des ÖGB.
Wenn sie nicht laufen, wäre das für Alfred Gusenbauer bitter. Es mangelt nicht an Spitzen und Kampfansagen in dieser Auseinandersetzung. Der Fraktionschef der roten Gewerkschafter, Wilhelm Beck, die Vorsitzenden der Drucker- und Privatangestellten-Gewerkschaft, Franz Bittner und Wolfgang Katzian, haben ihrem Ärger schon Luft gemacht.
Aber die SPÖ-Spitze bleibt hart. "Es gibt kein Zurück", versichert SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos. "Der Ausschluss von Spitzengewerkschaftern aus dem Nationalrat war eine unmissverständliche Konsequenz", so SPÖ Bundesgeschäftsführerin Doris Bures. Und der Appell an die Gewerkschafter: Der gemeinsame Gegner von SPÖ, Betriebsräten und Gewerkschaftern sitzt im Kanzleramt.
Aber auch im ÖGB selbst gibt es einen "Bruderzwist". Die Betriebsräte kritisieren scharf die Spitzengewerkschafter, die Bezugsgrenze mit 11.000 Euro festgelegt zu haben. Die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller stieß mir ihrer Forderung, Fritz Verzetnitsch aus der SPÖ auszuschließen, auf keine Gegenliebe, Hundstorfer und Darabos lehnen das ab.
Von Dieter Kindermann
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