29.06.2006 14:04 |

Getötet & versteckt

Mörder haust elf Tage neben Leichen

Ein 20-Jähriger Deutscher hat nach einem Streit nicht nur seine Freundin und ihren fünfjährigen Sohn getötet, sondern die Leichen tagelang in der gemeinsamen Wohnung versteckt und auch selbst neben den Toten gehaust. Der Mann ist geständig, seine Freundin nach einem Streit getötet zu haben. Das Kind musste sterben, weil es die Tat beobachtet hat.

Die zwei Jahre alte Tochter der Frau schlief zum Tatzeitpunkt – der einzige Grund, warum das Mädchen noch am Leben ist. Es hat mit dem geständigen Täter sogar noch einige Tage in der Wohnung mit den Leichen gewohnt, bevor es vom Jugendamt abgeholt wurde, so die ermittelnden Beamten.

Polizei suchte Spuren und fand Leichen 
Die tote Frau und ihren Sohn legte der Täter in ein Zimmer und montierte einfach die Klinke der Tür ab. Erst auf Drängen einer hartnäckigen Nachbarin meldete er dann am vergangenen Montag die beiden als vermisst. Als die Polizei daraufhin nach Spuren suchte, fanden sie am Mittwoch die bereits verwesten Leichen in der Wohnung.

Streit an der Tagesordnung 
Nachbarn berichteten daraufhin, sie hätten bereits in den vergangenen Tagen einen seltsamen Geruch aus der Wohnung wahrgenommen. Der 20-Jährige habe das aber auf Küchenabfälle geschoben. In der Beziehung waren laut Staatsanwaltschaft Streitigkeiten und Alkohol an der Tagesordnung. Der junge Mann gab an, zum Tatzeitpunkt getrunken zu haben. Er war bereits vor zwei Jahren wegen Körperverletzung verurteilt worden.

Symbolfoto