Fr, 24. Mai 2019
05.01.2016 19:38

Wie Star-Wars-Pilot

BMW baut Laser und Head-up-Display für Biker

BMW-Motorradfahrerkönnen sich künftig fühlen wie die Rebellenpiloten in Star Wars - mit Head-up-Display und Laser. Letzterer vernichtet natürlich nicht eventuelle Gegner, das muss der Pilot mit seinem Bike schon selbst erledigen. Das Head-up-Display ist aber tatsächlich im Helm eingebaut und versorgt den Biker mit allen relevanten Infos.

Das ist nicht nur cool, sondern ein echter Sicherheitsgewinn, denn gerade auf dem Motorrad kann jede Sekunde Ablenkung tödlich sein. Navianzeigen, Geschwindigkeit - alles lenkt den Blick des Fahrers auf die Armaturen, weg vom Geschehen auf der Straße.

Von Tacho bis Tempolimit: alles im Head-up-Display
Was angezeigt werden soll, kann man vor der Fahrt einstellen: Reifendruck, Öl- und Tankfüllstand, Tempo, Ganganzeige, Navi-Anzeigen oder die Warnung vor einer Gefahrenstelle (via Vehicle-to-vehicle-communication). Sogar Verkehrszeichen und Tempolimits werden erkannt und eingeblendet.

Teil des Systems sind zwei Kameras, eine nach hinten gerichtet, eine nach vorne. Diese dient auch als Action Cam für die Aufzeichnung der Fahrt, jene könnte die Aufgabe eines "digitalen Rückspiegels" übernehmen. Zudem ermöglicht diese Technologie auch die Visualisierung anderer Fahrer aus einer Motorradgruppe. Der Fahrer könne so erkennen, wo sich seine Freunde gerade befinden, plant BMW.

Der Head-up-Helm hat einen Minicomputer sowie Lautsprecher (bzw. Kopfhörer) integriert. Die Anwahl der gewünschten Informationen sowie die Steuerung der Kamerafunktionen erfolgt über den Multicontroller vom Lenker aus. Die erforderliche Technologie zur Anzeige von Informationen kann in bestehende Helme integriert werden.

In den kommenden zwei Jahren will BMW den Superhelm zur Serienreife bringen - vielleicht lässt sich in der Zeit auch die Systemlaufzeit verlängern. Derzeit halten die zwei auswechselbaren Akkus rund fünf Stunden. Zu wenig für eine ausgedehnte Tagestour.

Laserlicht fürs Motorrad
Das Licht ist bei Nachtfahrten mit dem Motorrad so eine Sache: Meistens ist es zu wenig, vor allem in Kurven. Top ist diesbezüglich die BMW K 1600 GT/GTL, die über ein mitschwenkendes Kurvenlicht verfügt. Jetzt haben die Münchner sogar Laserlicht vorgestellt, das von der Technologie abgeleitet wurde, die im BMW i8 sowie im neuen 7er-BMW als Option verfügbar ist.

Diese Laserlicht-Scheinwerfer "erzeugen nicht nur ein besonders helles und reinweißes Licht, sondern erzielen auch eine mehr als verdoppelte Fernlichtreichweite von bis zu 600 Metern", sagt BMW. Außerdem werde die Straße präzise ausgeleuchtet.

Wann Motorrad-Laserlicht in Serie gehen kann, steht noch in den Sternen, derzeit ist das Ganze noch zu teuer. Aber bei BMW ist man zuversichtlich: "Über Stückzahleffekte, die sich durch den Großserieneinsatz in der Automobilindustrie ergeben, ist zu erwarten, dass sich das Preisgefüge deutlich nach unten entwickeln wird. So kann auch der Einsatz im Motorrad mittelfristig sinnvoll werden."

Aus dem Archiv: BMW S 1000 XR - das Supersport-Reisegeschoss

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