Der bisherige Mangel an konkurrenzfähigen Spezialprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) bremst das Wachstum von Intel. Außerdem kommt das Geschäft mit der Auftragsfertigung von Computerchips, in das der Konzern große Hoffnungen setzt, nicht in Fahrt. Daher legte Intel am Donnerstag einen Ausblick unter Markterwartungen vor, woraufhin die Aktie um fast neun Prozent abrutschte.
Wegen einer schleppenden Nachfrage nach klassischen Prozessoren für PCs und Rechenzentren stellte Intel für das laufende Quartal einen Umsatz von 12,5 bis 13,5 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 0,10 Dollar je Aktie in Aussicht. Analysten hatten auf 13,57 Milliarden Dollar beziehungsweise 0,25 Dollar je Aktie gehofft. Die Erlöse des ersten Quartals blieben mit 12,72 Milliarden Dollar ebenfalls hinter den Analystenprognosen zurück. Das Auftragsgeschäft schrumpfte sogar um zehn Prozent.
Vor einigen Wochen hatte der einst weltgrößte Chip-Hersteller den gemeinsam mit der Alphabet-Tochter Google entwickelten KI-Spezialchip vorgestellt. Damit wollen die beiden Konzerne dem Weltmarktführer Nvidia Marktanteile abjagen. Dieser beherrscht Experten zufolge bisher etwa 80 Prozent des Marktes. Intel-Chef Patrick Gelsinger verspricht sich von „Gaudi 3“ Umsätze von mehr als 500 Millionen Dollar im laufenden Jahr.
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