Fr, 24. Mai 2019
05.01.2016 10:45

Drei Kinder darunter

Türkische Polizei fand 21 Tote an Ägäis-Stränden

Die türkische Polizei hat am Dienstag an zwei Stränden an der türkischen Ägäisküste die Leichen von insgesamt 21 Flüchtlingen gefunden. Unter den Toten waren auch drei Kinder. Das Boot war offenbar gekentert, als die Migranten die griechische Insel Lesbos erreichen wollten.

Elf Leichen wurden nach Angaben der türkischen Gendarmerie am Dienstag an einem Küstenabschnitt im Bezirk Ayvalik entdeckt, zehn weitere im Bezirk Dikili. Die Küstenwache suchte mit drei Booten und einem Hubschrauber nach Überlebenden. Dutzende Flüchtlinge konnten gerettet werden, viele mussten mit Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Flüchtlingsstrom dauert an
Der Flüchtlingszustrom in der Ägäis dauert trotz des schlechten Wetters an. Am Dienstag kamen nach Angaben der Küstenwache in der Hafenstadt Piräus 2477 Flüchtlinge an Bord von zwei Fähren von den Inseln Chios und Lesbos an. Am späten Montagabend war bereits eine andere Fähre mit 1880 Migranten und Flüchtlingen von denselben Inseln in Piräus eingelaufen.

Die Flüchtlinge hatten zuvor von der Türkei auf die griechischen Inseln übergesetzt. Befragt von Reportern sagten die meisten Migranten, sie wollen nach West- und Nordeuropa weiterfahren.

2015 ertranken 3771 Flüchtlinge
Bei der Flucht über das Mittelmeer sind im vergangenen Jahr 3771 Menschen ums Leben gekommen - und damit mehr als je zuvor binnen eines Jahres. "2015 war das tödlichste Jahr für Migranten und Flüchtlinge, die versucht haben, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen", sagte der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Joel Millman, am Dienstag in Genf.

Unter den Bootsflüchtlingen auf dieser Route gab es laut IOM 492 Todesfälle mehr als 2014. Allerdings flohen 2015 mit rund einer Million Menschen auch beinahe fünfmal so viele wie im Jahr zuvor über das Mittelmeer. Insgesamt erreichten 2015 auf diesem Weg laut IOM rund 1,004.400 Flüchtlinge Europa. Mehr als zwei Drittel der Todesfälle habe es auf der Route durch das zentrale Mittelmeer gegeben. Sie werde vor allem von Menschenschmugglern benutzt, die von der Küste Libyens aus operieren.

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