26.06.2006 12:02 |

Zwangsräumung

Sprung in den Tod wegen Gerichtsvollzieherin

Bei einem Familiendrama im bayerischen Taufkirchen hat eine Mutter sich selbst und vermutlich auch ihr Kind getötet. Die 39-Jährige hatte sich aus dem achten Stock des Mehrfamilienhauses gestürzt, nachdem eine Gerichtsvollzieherin geklingelt hatte. Polizisten fanden später in der Wohnung die Leiche des dreijährigen Sohnes. Wie der Junge ums Leben kam, soll eine Obduktion klären.

Der allein erziehenden Mutter stand die Zwangsräumung ihrer Wohnung bevor. Als am Montagmorgen die Gerichtsvollzieherin kam, lief die 39-Jährige aus ihrer Wohnung im Erdgeschoss in den 8. Stock des Hauses und drohte damit, sich in die Tiefe zu stürzen.

Nachbarn und Bekannte versuchten vergeblich, sie von ihrer Tat abzuhalten und alarmierten Polizei und Rettungskräfte. Doch die Frau sprang nach einer knappen halben Stunde in den Tod.