Mo, 18. Juni 2018

Rote Schlammmassen

21.12.2015 06:06

China: Über 90 Vermisste nach gewaltigem Erdrutsch

Nach einem massiven Erdrutsch, bei dem mehrere Gebäude verschüttet oder zum Einsturz gebracht wurden, werden in der südchinesischen Stadt Shenzhen mehr als 90 Menschen vermisst. Das Unglück ereignete sich laut Angaben der staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag in einem Industriepark im Nordosten der Stadt. Am Sonntag hatten staatliche Medien von mindestens 27 Vermissten berichtet. Nach wie vor gibt es keine Berichte über Opfer.

Anrainer berichteten von Massen aus roter Erde und Schlamm, die mehrere Häuser und Fabriken überrollten. Wie Staatsmedien berichteten, wurden mindestens 33 Gebäude darunter begraben. Demnach waren auch zwei Wohnunterkünfte von Arbeitern betroffen.

Schlamm türmt sich meterhoch
Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, Schlamm türme sich auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern bis zu sechs Meter hoch. Von Staatsmedien veröffentlichte Fotos zeigten eine riesige mit Geröll und Schlamm bedeckte Fläche, auf der Rettungskräfte mit Baggern arbeiteten.

Ein Anrainer, der vier Kilometer von der Unglücksstelle entfernt lebt, hörte laut Xinhua eine laute Explosion. "Es muss ein großer Unfall gewesen sein, weil ich den Knall aus so weiter Entfernung gehört habe", zitierte die Agentur den Mann. Ein Augenzeuge sagte, ein Gebäude sei von roter Erde und Schlamm überrollt worden.

1500 Retter suchen nach Überlebenden
Laut Xinhua wurden etwa 900 Menschen in dem rund 100.000 Quadratmeter großen Gebiet in Sicherheit gebracht. 1500 Retter seien im Einsatz, um nach Überlebenden zu suchen. Helfer hätten bisher vier Menschen lebend aus den Trümmern bergen können.

Der chinesische Präsident Xi Jinping forderte die Behörden auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Zahl der Opfer so klein wie möglich zu halten und Verletzte sowie Angehörige zu versorgen. Premier Li Keqiang ordnete eine Untersuchung an. Das Kabinett in Peking schickte eine Arbeitsgruppe in die Millionenmetropole Shenzhen, um die Koordinierung der Rettungsarbeiten zu unterstützen.

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