Sa, 18. August 2018

Eine Woche danach

21.11.2015 09:01

Pariser gedachten der Opfer der Anschläge

Eine Woche nach den Anschlägen in Paris haben am Freitagabend die Einwohner der französischen Hauptstadt der 130 Opfer gedacht. Um 21.20 Uhr, der Uhrzeit des ersten Angriffs am Freitagabend vergangener Woche, nahmen sich vor einem der attackierten Cafés im Osten der Innenstadt einige Dutzend Menschen an der Hand und stimmten die Marseillaise an.

In benachbarten Bars und Cafés erhoben Gäste ihre Gläser, um ihre Entschlossenheit zu demonstrieren, sich von der Angst nicht unterkriegen zu lassen. "Wir werden darauf trinken, am Leben zu sein", sagte der 22-jährige Student Tiphaine Carron in einer Bar nahe dem "Le Carillon" und dem Restaurant "Le Petit Cambodge", in denen die islamistischen Attentäter mehr als ein Dutzend Menschen ermordeten. Eine Freundin habe nicht zu dem Treffen kommen wollen, doch müsse "das Leben weitergehen", sagte Carron. Im Kurzbotschaftendienst Twitter wurde unter den Hashtags #jesuisenterrasse (Ich sitze auf der Terrasse) und #Tousaubistrot (Alle ins Bistrot) dazu aufgerufen, auch weiterhin auszugehen.

Die 22-jährige Amelie Quitus berichtete, sie habe eigentlich auf ein Konzert gehen wollen, doch wegen der Sorge ihrer Eltern darauf verzichtet. "Vorher war es normal, auf ein Konzert zu gehen. Nun fragt man sich, ob man es tun soll", sagte sie. Drei Gruppen von Attentätern hatten am Freitagabend mehrere Cafés, die Konzerthalle Bataclan sowie das Fußballstadion Stade de France angegriffen und dabei 130 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt. Zu den Anschlägen bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat.

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