Opfer des Staates
Dammkritiker operiert: Aussichten schlecht
"Mit Hilfe wird er vielleicht eines Tages im Rollstuhl sitzen können", sagte der Sohn. Die Aussichten, dass seine Querschnittlähmung von der Schulter abwärts behoben werden könnte, seien jedoch schlecht, sagte der Sohn unter Hinweis auf die Ärzte im Krankenhaus von Yichang (Provinz Hubei). "Es ist der schwerste Fall in dem Hospital." Bei dem brutalen Angriff nach seinen Interview-Äußerungen in dem ARD-Bericht hatte sein Vater schwere Verletzungen der Halswirbel und eine Rückenmarkquetschung erlitten.
Spital wollte Cash sehen
Das Hospital hatte sich lange geweigert, den Eingriff vorzunehmen, weil Fu Xiancai nicht zahlen konnte. Nach einer Intervention des Auswärtigen Amtes war der deutsche Botschaftsarzt aus Peking angereist und hatte ihm das nötige Geld gegeben. Es ging bei der Operation durch Doktor Du Yuanli aus Yichang und den Experten Liu Shiqing aus Wuhan um eine dringend erforderliche Stabilisierung der Wirbelsäule, um eine sonst lebensbedrohliche Situation abzuwenden und Fu Xiancai überhaupt transportfähig zu machen. "Das Risiko ist sehr groß", hatte sich der Sohn vor der Operation höchst besorgt gezeigt.
Schläger-Opfer zeigt sich voller Hoffnung
Da Fu Xiancai noch Fieber hatte, war bis zum Samstagabend noch ungewiss gewesen, ob überhaupt operiert werden konnte. Der Patient klagte vor der Operation: "Das Krankenhaus ist überfüllt. Ich kann nicht schlafen." Ungeachtet der ärztlichen Einschätzung, dass seine Lähmung irreversibel sein dürfte, zeigte sich Fu Xiancai immer wieder voller Hoffnung, dass er vielleicht eines Tages geheilt werden könnte. Er kann nur den Kopf bewegen und telefonieren, wenn ihm das Telefon ans Ohr gehalten wird.
Drohungen vor dem Überfall
Der seit Jahren gegen unzureichende Entschädigungen bei der Umsiedlung und Korruption kämpfende Bauer und seine Familie verdächtigen örtliche Stellen, hinter dem brutalen Angriff zu stecken und die Schläger geschickt zu haben. Er hatte schon häufig Drohungen bekommen, er solle seine Aktivitäten einstellen. Die Polizei hatte verhindert, dass der mit einer Vertreterin der deutschen Botschaft angereiste deutsche Regionalarzt ihn untersuchen durfte.
Zumindest durften sie kurz miteinander sprechen. Auch konnte der deutsche Arzt die nötigen 60.000 Yuan (5.930 Euro) übergeben, berichtete Fu Xiancai. Die Behörden verhinderten eine Spendensammlung für seine ärztliche Behandlung.
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