Nach Abschlussfeier
130 Schüler greifen “feindliche” Schule an
Ausland
10.06.2006 14:45
Rund 130 Schüler einer Realschule in Sachsen-Anhalt (Deutschland) sind nach ihrer Abschlussfeier in ein benachbartes Gymnasium eingedrungen und haben Schüler und Lehrer angegriffen. Die 16- bis 17-Jährigen haben am frühen Morgen zunächst alle Türen ihrer Schule mit Montageschaum verklebt. Eine geplante Aufführung in der Sporthalle hat der Direktor nur erlaubt, nachdem ihm der Name des mutmaßlichen Täters genannt wurde. Nach der Vorführung sind die betrunkenen Jugendlichen zum Geschwister-Scholl- Gymnasium der Stadt gezogen.
Nach einem Bericht der "Magdeburger Volksstimme" hat der dortige Direktor alle Eingänge verschlossen. Die Realschüler haben aber einen Zaun heruntergerissen, um auf das Gelände zu kommen. Im Gebäude zerschlugen sie Lampen, Lehrer wurden beleidigt, ein Gymnasiast hat durch Kopfstöße einen Nasenbeinbruch erlitten. Es werde wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung ermittelt, sagte ein Polizei-Sprecher.
Die Karl-Marx-Realschule gilt als Problemschule. Im vergangenen Jahr hatte eine 16-Jährige eine Mitschülerin bei einer Prügelei mit einem Schlagring schwer verletzt. Mitschüler hatten dies mit ihren Handys gefilmt, ohne einzugreifen.
Symbolbild
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