Mo, 20. August 2018

Vergessene Route

29.10.2015 09:14

7800 Illegale heuer schon in Tirol aufgegriffen

Angesichts der gewaltigen Flüchtlings-Massen, die seit Monaten über den Balkan Richtung Europa strömen, geriet die Brennerroute schon beinahe in Vergessenheit. 7800 Illegale wurden heuer schon in Tirol aufgegriffen – ein absoluter Rekord. Die meisten davon kamen über die südliche Hauptverkehrsroute ins Land.

2012 waren es 1925, ein Jahr darauf schon 3978 - im Vorjahr hat sich die Zahl der Aufgriffe mit 7106 schließlich noch einmal beinahe verdoppelt. Und heuer erreicht die Flüchtlingswelle in Tirol erneut einen absoluten Höhepunkt. Bis einschließlich Mittwoch zählte die Polizei an die 7800 Aufgriffe von Illegalen - also mehr als vier Mal so viele als 2012! "Die Rekordzahl vom Vorjahr wurde heuer bereits im September überschritten", betont Tirols Landespolizeidirektor Helmut Tomac.

900 suchten in Tirol um Asyl an

Die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher liegen. Warum? Laut aktuellen Erhebungen kamen heuer im Süden Italiens bereits etwa 140.000 Flüchtlinge an. Außerdem werden in Deutschland pro Tag (!) rund 200 Illegale aufgegriffen, die es durch Tirol geschafft haben. "Die meisten steuern, wie auch schon in den Vorjahren, ganz gezielt Deutschland und in weiterer Folge auch die skandinavischen Länder an", erklärt Tomac und ergänzt: "Nur 900 Personen haben heuer bisher in Tirol um Asyl angesucht. 46 Anträge galt es am Dienstag abzuarbeiten - so viele an einem Tag wie noch nie."

900 Registrierungen in Kufstein an einem Tag

Weil über die Grenze im Süden Österreichs derzeit mehr Flüchtlinge einmarschieren als im Norden das Land in Richtung Deutschland verlassen, komme es zu einem riesigen Aufstau. Tirol müsse daher viele Ankömmlinge vorübergehend übernehmen und versorgen. Wie zu hören ist, werden etwa in Kufstein derzeit bis zu 500 Flüchtlinge pro Tag registriert. "Es waren auch schon mal 900", so Tomac.

Braucht es Grenzkontrollen am Brenner? Derzeit sei die Lage noch nicht so dramatisch wie etwa im Süden Österreichs. "Wir bereiten uns aber vor. Zwei Tiroler Beamte sind derzeit in der Steiermark, um für den Fall Erfahrungen zu sammeln".

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