"Fast alle Flüchtlinge wollen nach Deutschland", erklärt Polizeisprecher Markus Dexl. "In Kärnten bleiben wollen nur wenige." Zum Glück, denn freie Quartiere gibt es längst keine mehr. Seit Wochen müssen mittlerweile 140 Asylwerber in der Dullnig-Halle in Klagenfurt zwischen den täglich ankommenden und weiterreisenden Flüchtlingen ausharren - die "Krone" berichtete.
Von den Tausenden, die täglich durch Österreich reisen, stellen laut Innenministerium-Sprecher Karl-Heinz Grundböck täglich 300 bis 400 einen Asylantrag: "Im Vorjahr waren es österreichweit 28.000 Anträge, heuer rechnen wir mit einer Verdreifachung."
Um den Ansturm zu bewältigen, können geplante Einsparungen in der Verwaltung wohl ad acta gelegt werden. Grundböck: "Das Bundesamt für Fremdenwesen hat mit 500 Mitarbeitern begonnen, aktuell sind es 750 und im kommenden Jahr soll es auf 1000 Angestellte aufgestockt werden." An die Grenze der Belastbarkeit sind inzwischen die Rettungsorganisationen gekommen. Die Caritas sucht bereits in Sonntagsmessen nach Freiwilligen, die bereit sind, in Kärntens Flüchtlingsquartieren zu helfen.
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