In unserem Bundesland gibt es 1700 Lokale mit Speisebereichen. Knapp 500 davon sind kleiner als 70 Quadratmeter, von den restlichen müssen bis 31. Dezember dieses Jahres neunzig Prozent Nichtraucherbereiche einrichten. „Die Erfüllungsquote liegt derzeit bereits bei sechzig Prozent“, berichtet Innungs-Geschäftsführer Peter-Paul Frömmel von der Wirtschaftskammer.
Doch mit Nichtraucherecken allein scheint in der heimischen Gastro-Szene noch kein Frieden garantiert: „So bezeichnete es ein Nichtraucher in einem Lokal als Frechheit, dass dort die Nichtraucherzone in einem Extrastüberl etabliert ist, während der größere Speiseraum den Rauchern erhalten bleibt - doch der Wirt will natürlich nicht seine rauchenden Stammtischrunden verbannen“, berichtet Frömmel.
Gastwirte beobachteten aber auch andere Spannungsfelder: So blockieren Gäste, die nicht rauchen, bewusst Raucherbereiche, um „feindliche Plätze“ zu sperren. „Das kommt schon einem Kleinkrieg gleich“, stöhnt ein Gastronom. Ein generelles Rauchverbot will kaum ein Wirt: Denn in Italien gab es dadurch bereits 22 Prozent Umsatzrückgang, in Irland schon 15.
Höhere Akzeptanz in öffentlichen Sperrzonen
Am ehesten akzeptieren Raucher - in Oberösterreich sind das mehr als 400.000 Menschen - öffentliche Sperrzonen: Sie verzichten auf Schulgeländen und Bahnhöfen auf ihre Glimmstängel, beachten auch in Einkaufszentren Nichtraucherbereiche.
Foto: Erich Petschenig
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