Top-Chancen für OÖ

Vom Balten-Boom profitieren!

Diese Boom-Region darf man keinesfalls links liegen lassen! Estland, Lettland und Litauen - die neuen EU-Staaten im Nordosten Europas - liegen uns Oberösterreichern zwar noch etwas aus der Welt. Aber mit ihrem Nachholbedarf, vor allem ihrer Dynamik (jährliches Wirtschaftswachstum zwischen 7,5 und 10 Prozent!) sind sie für unsere exportorientierte Wirtschaft hochinteressant. Beste Chancen bieten sich in den Sektoren Bau, Umwelttechnik, Energie- und Abfallwirtschaft.

Das soll ein Teil der Sowjet-Union gewesen sein? Wie kaum sonstwo ist es in Estland, Lettland und Litauen gelungen, den Ostblock-Mief wie mit einem Turbo-Ventilator zu verblasen. Davon konnten sich in dieser Woche bei einer von der Sparkasse Oberösterreich initiierten Informationsreise durch das Baltikum Politiker und Unternehmer aus dem Land ob der Enns eindrucksvoll überzeugen.

Man baut, man kauft - und zeigt gern her, was man erreicht hat. Vieles kann sich wirklich sehen lassen. So wächst die Wirtschaft längst mit den Wolkenkratzern um die Wette in den Himmel.

Export nach Lettland im wert von 136 Millionen Euro
Und Österreichs Exporte in die Region wachsen steil mit! Delegationsleiter Markus Limberger, Generaldirektor der Sparkasse OÖ, kennt die eindrucksvollen Zahlen: ´93 hat Österreich nach Lettland Waren im Wert von vier Millionen € exportiert, heuer werden es 136 Millionen € sein. Ähnlich explosionsartig entwickelt sich das Geschäft mit den anderen beiden baltischen Staaten. Unter den Hauptprofiteuren dieses Booms sind oberösterreichische Unternehmer, viele von ihnen Kunden der Sparkasse. Einige berichteten vor Ort von ihren - fast ausschließlich positiven - Erfahrungen. „Alle unsere Erwartungen im Baltikum haben sich erfüllt“, sagt etwa Ernst Faber, Geschäftsführer des erfolgreichen Welser Stempelerzeugers Colop. Der Colop-Clou: ein moderner, selbstfärbender Rundstempel, der hier besondere Nachfrage findet.

Vom nahen St. Petersburg aus möchte Bau-Unternehmer Hans Asamer den baltischen Markt mit aufrollen. Chancen sieht auch Artax-Vorstandsvorsitzender Walter Mayer für seine Milchprodukte.

Landeshauptmann Josef Pühringer möchte auch die Tourismus-Schiene nicht vergessen: „Oberösterreich muss sich hier verstärkt präsentieren.“

 

 

Foto: Klaus Herrmann

Donnerstag, 24. Juni 2021
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