In Slowenien rechnet man mit noch wesentlich mehr Flüchtlingen. Der Grund: Ein enormer Rückstau auf der gesamten Balkanroute: Tausende Menschen - unter ihnen viele Kinder und Schwangere - sitzen im Freien fest oder wurden in Auffanglagern untergebracht. Die meisten wollen weiter Richtung Norden.
An der Grenze von Kroatien zu Slowenien gebe es laut Stanislav Lotrič, dem Leiter des slowenischen Zivilschutzes, ein unkontrolliertes Durcheinander. Von Dienstag auf Mittwoch seien mehr als 10.000 Flüchtlinge nach Slowenien gekommen.
Generell sei die Flüchtlingssituation in Slowenien "derzeit nicht in Ordnung", sagt Lotrič. Die Zusammenarbeit mit den österreichischen Kollegen sei deshalb von großer Hilfe: "Von slowenischer Seite aus kann ich mich nur bedanken, auch bei den freiwilligen Helfern."
Wie in Österreich unterstützen auch in Slowenien Soldaten die Arbeit der Polizei. Dass diese Unterstützung nun massiv ausgeweitet werden soll, hat das slowenische Parlament nach einer Marathonsitzung erst Mittwochfrüh beschlossen.
Lotrič: "Wir tun wirklich alles, was in unserer Macht steht, um Ausschreitungen zu verhindern."
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