Familienzuwachs
Vierter Braunbär in Frankreich ausgesetzt
Mitarbeiter des Umweltministeriums ließen den 88 Kilogramm schweren Braunbären gegen ein Uhr nachts bei Arbas frei. Sie überlisteten dabei die Bärengegner, die mit Straßensperren etwa 50 Kilometer davon entfernt die Aktion verhindern wollten. "Wir wollten diesem Tier Zeit und Ruhe geben", erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums.
Pyrenäen-Bären sollen sich vermehren
Noch am Donnerstag hatten Vertreter der Bauern und Schafzüchter gedroht, ein geplantes Fest der Bärenfreunde gewaltsam zu stören, falls weitere Bären in der südfranzösischen Bergwelt ausgesetzt würden. Vor Balou wurden seit Ende April bereits drei Weibchen in die Freiheit entlassen. Ein weiteres soll folgen, um das Überleben der zuvor auf 14 bis 18 Tiere geschrumpften Population in den französischen Pyrenäen zu sichern. Die Aktion hat in den Pyrenäen Anhänger vor allem in der Tourismusbranche, aber auch bei ökologisch orientierten Schafzüchtern.
Wölfe dürfen abgeschossen werden
In einem Zugeständnis an die Schafzüchter, die das Rückgrat der Raubtiergegner stellen, gestand die französische Regierung am Donnerstagabend den Abschuss von sechs Wölfen in Ost- und Südostfrankreich zu. Dies löste heftige Proteste der Tierschützer aus.
Unerwünschte Einwanderer
Die Regierung argumentiert, der französische Wolfsbestand von etwa 100 Tieren sei durch den Abschuss nicht gefährdet. Wölfe gehörten zwar wie Bären zu den geschützten Arten, doch müssten die Herden vor größeren Schäden geschützt werden. Wölfe sind erst seit eineinhalb Jahrzehnten wieder in Frankreich heimisch. Sie wurden nicht ausgewildert, sondern wanderten aus Italien ein.
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