Neue Schlammlawine:

Naturjuwel wurde zubetoniert!

Kärnten
20.10.2015 16:09
Neue, finstere Episode im Öko-Drama an der Möll! Bei weiteren Arbeiten an Staubecken donnerten nach den verheerenden Spülungen vor zwei Wochen weitere Schlammlawinen flussabwärts. "Der Fluss wurde zubetoniert", empören sich Fischer und Anrainer. Die Rufe nach Konsequenzen und Änderungen werden lauter.

Bei der "Spülung" von Staubecken war es bereits vor zwei Wochen zu massiven Beeinträchtigungen der Natur entlang der Möll gekommen (wir haben berichtet). Während der Energiekonzern "Verbund" weiterhin über die Ursachen für das Öko-Desaster unterhalb des Beckens Rottau rätselt, wurde jetzt erneut ein Fischsterben ausgelöst.

Beim Stauraum Gössnitz wurden bei Arbeiten des Energieversorgers "Kelag" Montag erneut Schlammmassen in Bewegung versetzt, die Richtung Tag gespült wurden. "Das Ökosystem wurde endgültig zerstört. Fische starben, die Nahrungsgrundlage für die Fische - wie Fliegenlarven - ist dahin. Es dauert Jahre, bis sich der Fluss davon erholt hat", ist der Mölltaler Anrainer und Fischer Hans-Peter Schaar entsetzt.

Viele Mölltaler sind nach der Pannen-Serie außer sich.

Die "Kelag" verweist hingegen darauf, dass Material aus dem Speicher Gössnitz zuvor mit einem Saugbagger abtransportiert worden war, um den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten. Am Montag hätten dann Instandhaltungen stattgefunden. "Um diese Arbeiten durchführen zu können, wurde der Wasserstand im Speicher Gößnitz abgesenkt. Dabei ist Material aus dem Speicher ausgetragen worden", heißt es bei der "Kelag".

Bild- und Videodokumente, die der "Krone" vorliegen, zeigen große Schlammmassen, die sich entlang des Flusses abgelagert haben.

Nach der Panne beim "Verbund"-Speicher ist der Gletscherfluss auf einer Länge von mehr als 30 Kilometern schwer beschädigt.

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