Der Grand Prix der Jury, der als zweiter Preis des Festivals gilt, ging an den französischen Film "Flandres" von Bruno Dumont.
Favoriten gehen leer aus
Zu den großen Siegern des Festivals zählte auch der spanische Regisseur Pedro Almodóvar mit "Volver". Der US-Historienfilm "Marie- Antoinette" von Sofia Coppola ging leer aus, ebenso der jüngste Film von Kultregisseur Aki Kaurismäki, "Lights in the Dusk", sowie Nanni Morettis Berlusconi-Film "Il Caimano".
Die Vergangenheit aufarbeiten
"The Wind that Shakes the Barley", der Gewinnerfilm von Cannes, spielt in den 20er Jahren im vom Bürgerkrieg zerrissenen Irland. Loach schildert in seinem Film die historischen Ursprünge des Nordirland-Konfliktes als tragischen Bruderzwist. Der 69-jährige Regisseur Loach sagte, sein Film solle den Briten einen Schritt weit helfen, ihrer "imperialistischen Vergangenheit" ins Gesicht zu sehen. "Wenn wir wagen, die Wahrheit über die Vergangenheit zu sagen, werden wir vielleicht auch wagen, die Wahrheit über die Gegenwart zu sagen."
Festivalgewinner aus aller Welt
Der Mexikaner Alejandro González Iñárritu, der als einer der Favoriten auf die Goldene Palme gegolten hatte, erhielt für "Babel" mit Brad Pitt und Cate Blanchett den Regiepreis. Die aus dem Maghreb stammenden Schauspieler Jamel Debbouze, Samy Nacéri und die anderen männlichen Darsteller in "Indigènes" von Rachid Bouchareb (Algerien) teilten sich den Preis als bester Schauspieler. Der Film erzählt die Geschichte nordafrikanischer Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg für die Befreiung Frankreichs kämpften und weitgehend in Vergessenheit gerieten.








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