Österreich hat seine "Starmaniacs", Deutschland suchte den "Superstar" und in England gibt's das selbe Format unter dem Titel "Pop Idol". Gareth Gates entspringt eben jener TV-Show und präsentiert uns jetzt mit "What my heart wants to say" sein neues Album.
Gareth belegte bei "Pop Idols" zwar nur denzweiten Platz, lief dem Sieger Will Youngs aber inzwischen denRang ab. Und wie: Die Singleauskoppelungen "Unchained Melody","Anyone of us" und "Suspicious Minds" kletterten in den UK-Chartsallesamt auf Rang 1. Jetzt versucht Gates auch im Rest von EuropaFuß zu fassen.
Ob ihm das aber gelingt, steht in den Sternen. DasAlbum ist zwar - no na - hochprofessionell produziert, aber vielmehr als Kaugummi-Pop mit krampfhaften Versuchen, eine eigeneLinie zu finden, ist dabei letztlich nicht heraus gekommen.
Bestes Beispiel: Gleich zwei der ersten drei Singleauskoppelungensind Cover-Versionen berühmter 50er/60er-Songs des letztenJahrhunderts. Der Rest wabbert irgendwo zwischen ein bisschenMambo, Euro-Pop und George Michael hin und her. Das größteProblem Gareths ist aber, dass seine Stimme unheimlich dünnklingt. Irgendwie fehlt da die Power.
Letztendlich muss man den österreichischenStarmaniacs langsam Abbitte leisten. Was Christl, Michi, Niddlund Co. teilweise für (Live-)Performances hingezaubert habenstellt die englischen und (vor allem) die deutschen Kollegen derCasting-Shows echt in den Schatten. Hätte man sich sowasvor vier Monaten zu sagen getraut...
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