23.05.2006 12:32 |

"Jill the Ripper"

"Jack the Ripper" war wahrscheinlich eine Frau

Noch immer wirft "Jack the Ripper" den Kriminalogen dieser Welt ein Rätsel auf: Wer war der mysteriöse Mörder, der 1888 zahlreiche Prostituierte auf grausamste Art ermordete und verstümmelte? Neue DNA-Untersuchungen untermauern jetzt die These, dass "Jack the Ripper" in Wahrheit eine Frau war.

Rund 600 Briefe des Massenmörders gingen damals bei der Londoner Polizei ein. Ein Großteil dieser Schreiben entpuppte sich als Fälschung, nur einige wenige gelten als echt und befinden sich bis heute im britischen National Archiv.

Genau diese Briefe wurden jetzt vom australischen Forscher Ian Findlay auf DNA-Rückstände untersucht. Obwohl eine DNA-Analyse aufgrund des fortgeschrittenen Alters der Dokumente sehr schwierig war, konnte der Wissenschaftler dank einer neuen Methode ein DNA-Profil des Täters erstellen. Während bislang rund 200 menschliche Zellen benötigt wurden, reichte bei diesem Verfahren bereits eine Zelle zur Erstellung eines Profils.

Das verblüffende Ergebnis: Der Verfasser der Briefe könnte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Frau gewesen sein. Somit wäre "Jack the Ripper" in Wahrheit eine "Jill the Ripper". Keine unwahrscheinliche These, zählte eine Frau doch lange zu dem Kreis der Verdächtigen: Mary Pearcey wurde eine Verbindung zu dem Londoner Massenmörder nachgesagt. 1890 wurde Mary wegen Ermordung der Frau ihres Geliebten erhängt.

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