38.000 ¿ kassiert?

Unehrlichem Exekutor drohen fünf Jahre Haft

Oberösterreich
17.05.2006 18:53
Das eigene Finanzamt am Hals, den Kadi vor Augen einem unehrlichen Exekutor (43) des Finanzamts Gmunden droht jetzt sogar Gefängnis. Er soll mehr Geld gepfändet haben, als er dem Staat ablieferte. Am 31. Mai steht er nun in Wels vor Gericht. Ihm drohen zwischen sechs Monate und fünf Jahre Haft!

16 Fälle mit 38.000 € Schaden werden dem Altmünsterer vorgeworfen: Verbrechen des Missbrauchs der Amtsgewalt. Jeweils soll der 43-Jährige nur Teile der gepfändeten Summen abgerechnet haben. Im November 2005 wurde er suspendiert. „Seit die Disziplinarbehörde das bestätigt hat, ist der Exekutor mit zwei Dritteln des Gehalts suspendiert“, weiß Finanz-Sprecherin Brigitte Stadler-Ruzicka. Beim Landesgericht Wels geht man von einem kurzen Prozess aus, da der Angeklagte - für ihn gilt die Unschuldsvermutung - geständig ist. Motiv: Geldsorgen nach der Scheidung.

Nach der erwarteten Verurteilung drohen disziplinäre Maßnahmen am Amt: Geld anderer Leute wird der „Exekutor a. D.“ wohl nicht mehr in die Hände bekommen.

 

 

 

Foto: rubra

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