Polizisten im Visier

Anschlag auf Moschee in Saudi-Arabien: 17 Tote

Ausland
06.08.2015 16:39
Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Saudi-Arabien, die auf einem Gelände der Anti-Terror-Polizei steht, sind mindestens 13 Menschen getötet worden. Es seien zehn Mitglieder einer Spezialeinheit sowie drei Arbeiter gestorben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur am Donnerstag. Zudem seien neun Menschen auf dem Gelände der Einheit in der Stadt Abha im Südwesten des Landes verletzt worden.

Die Bombe sei explodiert, als sich Sicherheitskräfte und Arbeiter zum Beten in der dortigen Moschee versammelt hätten. Zuvor hatte das Staatsfernsehen von 17 Toten berichtet. Noch ist unklar, wer für den Anschlag verantwortlich ist.

Anschlagsort in Grenzregion zum Bürgerkriegsland Jemen
Der Anschlagsort liegt in der Grenzregion zum Bürgerkriegsland Jemen. Dort fliegt ein von den Saudis angeführtes Militärbündnis seit März Luftschläge gegen die schiitischen Houthi-Rebellen. Im streng sunnitischen Königreich gibt es seit Monaten immer wieder Terroranschläge. Meist haben die Täter schiitische Moscheen zum Ziel. Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich bereits zu zahlreichen Attacken in der Vergangenheit.

Im Mai waren bei einem Selbstmordanschlag des IS auf eine schiitische Moschee 21 Menschen getötet worden. Schiiten sind in Saudi-Arabien eine Minderheit, die sich über Diskriminierung seitens des Staates beklagt. In einigen Gebieten der ölreichen Ostprovinz bilden Schiiten sogar die Mehrheit.

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