Es gilt noch die Unschuldsvermutung: Der Maler soll am Ostermontag in Eberstalzell seine Freundin Gabriele Kölblinger (26) mit 30 Axthieben getötet haben. Er dürfte neben der Leiche seinen Bier- und Blutrausch ausgeschlafen haben, ehe er nach Frankreich flüchtete, wo er dann 62 Stunden später verhaftet wurde.
Götzendorfer legte ein erstes Geständnis ab und stimmte seiner Auslieferung zu. Doch abholen dürfen ihn nicht die Linzer Kenner seines Falles, sondern Wiener Kollegen mit null Ahnung: „Wenn denen der Verdächtige bei der Flugreise etwas erzählt, weiß keiner, wie neu oder wichtig das für uns wäre“, ärgert sich ein ausgebooteter Kriminalist über diese „sinnlose Vergnügungsreise“: „In Wien wird offenbar weniger gedacht und gespart.“
Auch oö. Spitzenbeamte kritisieren diese „akrobatische Auslieferung“ über Umwege, „diese Rundreise statt Direttissima“: Der Gefangene wurde 480 Kilometer nach Paris chauffiert, nach seinem 1000-Kilometer-Flug sind wieder 400 Straßenkilometer notwendig, um ihn nach Wels zu holen.
Foto: SID













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