Konkret geht es um 88 Millionen Dollar (etwa 70 Millionen Euro). Ein staatliches texanisches Gericht hatte nach einem fünfmonatigen Prozess entschieden, dass Smith kein einziger Penny aus der Hinterlassenschaft zustehe. Sie hatte dann ein Bundesgericht in Kalifornien eingeschaltet und war postwendend von einem Berufungsgericht gestoppt worden, das befand, Bundesgerichte hätten in derartigen Erbschaftsstreitigkeiten nicht das Sagen. Die höchste US-Instanz sah das nun anders.
Sie war 26, er 89 Jahre alt...
Smith arbeitete als Nackttänzerin in einem Nachtclub, als sie ihren späteren Mann, den Milliardär Marshall, kennen lernte. Sie war 26 und er 89, als beide im Juni 1994 heirateten. Nur 14 Monate später starb Marshall, und seitdem liegen sich Smith und der Sohn des Verstorbenen, Pierce, wegen des Erbes in den Haaren. In ihrem Kampf um die Millionen macht Smith ein mündliches Versprechen ihres Mannes nach der Hochzeit geltend. Dem Sohn zufolge hat sie zu Lebzeiten Marshalls mehr als genug erhalten - rund 6,6 Millionen Dollar, davon 700 00 Dollar für Kleidung und 2,8 Millionen für Schmuck.
Im Februar hatte es vor dem Obersten Gericht eine mündliche Verhandlung über die Zuständigkeit der Gerichte gegeben. Geht es im Washingtoner Justiztempel sonst gemessen und würdevoll zu, brachte die Klägerin damals Drama in den Gerichtssaal. Die langmähnige Blondine erschien in züchtigem Schwarz mit großer Sonnenbrille, und mehrfach flossen bei ihr die Tränen. Fotografen stießen sich im Rennen um ein Bild gegenseitig zu Boden.
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