In der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße ist wieder der Alltag eingekehrt. Lediglich eine leere Auslagenscheibe beim Juwelier Fasoli erinnerte Montag Vormittag an die dramatischen Minuten zwei Tage zuvor.
Blitzschnell Vitrinen leergeräumt
Gegen 14.45 Uhr betrat – wie berichtet – ein seriös gekleideter Mann die Filiale, zückte eine Pistole und bedrohte die Angestellte. Sekunden darauf stürmten vier weitere Ganoven das Geschäft, zertrümmerten mit ihren Hämmern die Vitrinen und flüchteten mit der Beute. Alles ging blitzschnell.
Aufgrund der Zivilcourage einer Passantin und weiteren mutigen Personen konnte die Polizei einen Räuber umgehend festnehmen. Bei einem zweiten klickten wenig später die Handschellen. Dabei konnten die Beamten auch zwei Taschen sicherstellen. "Wie sich nun herausgestellt hat, war in den Taschen die ganze Beute. Bis auf eine einzige Brosche konnte alles sichergestellt werden", zeigte sich Chefermittler Christoph Hundertpfund hocherfreut.
Polizei erhofft sich weitere Hinweise
Die Suche nach den vier flüchtigen Räubern geht indessen auf Hochtouren weiter. "Mittlerweile wurde auch Europol eingeschaltet. Wir sind zuversichtlich, aufgrund der guten Bilder, die etwa auch Passanten geschossen haben, entscheidende Hinweise zu erhalten", meinte der Kriminalbeamte. Von den beiden festgenommenen Ganoven dürfen sich die Ermittler keine Hinweise erhoffen. "Einer räumt zwar die Beteiligung am Coup ein, verrät aber nichts über seine Komplizen. Der andere bestreitet weiterhin, etwas mit dem Überfall zutun zu haben."
Heiße Spur zu Campingplatz?
Einen wichtigen Hinweis könnte die Polizei bereits von einem Campingplatz erhalten haben. "Wir müssen den Hinweis aber noch genau untersuchen", verrät Hundertpfund der "Krone".
Dass Innsbruck eigentlich kein gutes Pflaster für Einbrecher ist, mussten im Jänner 2011 drei Serben am eigenen Leib erfahren. Sie wurden nach einem ähnlichen Coup auf den Nobeljuwelier Leitner rasch gefasst.
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