Mo, 16. Juli 2018

Bei Einsatz erwürgt

14.07.2015 11:21

NY: Millionensumme für Familie von Polizeiopfer

Ein knappes Jahr nach dem Tod eines 43-jährigen Afroamerikaners bei seiner gewaltsamen Festnahme in New York hat seine Familie jetzt rund sechs Millionen Dollar Schadensersatz zugesprochen bekommen. Die Angehörigen von Eric Garner, dem der verbotene Würgegriff eines Beamten zum Verhängnis geworden war, hatte ursprünglich 75 Millionen Dollar wegen Fahrlässigkeit und Rücksichtslosigkeit von acht Polizisten, der New Yorker Polizei sowie der Stadt New York verlangt.

Eric Garner war am 17. Juli 2014 im New Yorker Stadtteil Staten Island von mehreren weißen Polizisten niedergerungen und festgenommen worden, die ihn des illegalen Zigarettenverkaufs verdächtigten. Der sechsfache Familienvater starb an den Folgen eines Würgegriffs - einer in New York verbotenen Praxis. "Ich kann nicht atmen", stieß der an Asthma leidende, übergewichtige Mann als letzte Worte hervor, wie später auf einem Amateurvideo zu sehen war.

Der städtische Gerichtsmediziner wertete den Vorfall als Totschlag. Wie in mehreren anderen Fällen von tödlichen Schüssen oder Tätlichkeiten weißer Polizisten, denen Afroamerikaner zum Opfer fielen, entschied eine Grand Jury aus überwiegend weißen Laienrichtern später aber, dass sich der verantwortliche Polizeibeamte nicht vor Gericht verantworten muss. In der Folge gab es teils gewaltsame Proteste.

Am Montag teilte der zuständige Stadtkämmerer Scott Stringer nun mit, dass mit Garners Angehörigen eine gütliche Einigung erzielt werden konnte: Die Stadt New York zahlt der Familie demnach 5,9 Millionen US-Dollar.

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