Mi, 15. August 2018

Samurai-Mord

21.04.2006 18:20

¿Das hat ein anderer getan!¿

Mit 30 Stichen die Freundin ermordet? „Das kann nicht unser Sohn getan haben, das muss ein anderer gewesen sein“, sagen die Laakirchner Eltern des verhafteten Michael Götzendorfer (25), der nun von Linzer Ermittlern in Straßburg verhört wird und das Motiv des Blutrauschs verraten soll.

Der bärtige, langhaarige, und tätowierte Rocker gilt als Softie, der mit Drogen und Gewalt nie etwas zu tun hatte. Der Maler war mit der Grafikerin Gabi Kölblinger (26) am Ostermontag bis 5 Uhr früh in Eberstalzell in einer Disco. Er war betrunken, aber was dann seinen Blutrausch im Schlafzimmer ausgelöst haben könnte, ist ein Rätsel.

„Es war keine dritte Person zur Tatzeit am Tatort“, sagen die Ermittler, die von den Eltern des Mordverdächtigen aufgefordert wurden, einen anderen Täter zu suchen. Wenn auch die Unschuldsvermutung gilt, ist Michaels Flucht fast wie ein Schuldgeständnis: „Er wollte sich offenbar selbst richten“, glauben die Kriminalisten, weil Götzendorfer kein Handy mitnahm und kein Lebenszeichen mehr gab, als er 64 Stunden lang herumfuhr. Bis er im 600 Kilometer entfernten Straßburg (F) am Donnerstag von Autobahnpolizisten gestoppt wurde. Am 27. April wird in Colmar (F) über die Auslieferung entschieden.

 

 

 

Foto: SID

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