Di, 21. Mai 2019
16.06.2015 06:46

Ausblick negativ

Moody's senkte ÖVAG-Rating um zwei Stufen auf Caa1

Die Agentur Moody's hat das Rating der teilstaatlichen Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) um zwei Stufen von B2 auf Caa1 gesenkt und den Ausblick auf negativ gesetzt. Das Rating reflektiere die Umsetzung der neuen Methodologie von Moody's, hieß es in der Nacht auf Dienstag in einer Aussendung. Die Krisenbank ÖVAG hatte Ende Mai ihre Zerschlagung und Selbstauflösung per 4. Juli beschlossen.

Das Moody's-Rating beinhaltet außerdem noch folgende Annahmen: Die Vermögenswerte der ÖVAG befinden sich hauptsächlich außerhalb von Österreich, vor allem in Osteuropa. Als künftige Abbaugesellschaft verfüge die Bank über ein schwächeres Finanzprofil. "Es besteht die geringere Wahrscheinlichkeit von Unterstützung im Notfall durch die österreichische Regierung", so die Ratingagentur.

Bisherige ÖVAG bald Geschichte
Die bisherige ÖVAG ist als Bank ab 4. Juli Geschichte, sie geht in einer unverändert teilstaatlichen Bad Bank ("Immigon") auf. Die Spitzeninstitutsfunktion lebt in der Volksbank Wien-Baden weiter. Die Beschlüsse in der letzten ÖVAG-Hauptversammlung Ende Mai waren der Anfang vom Ende der Krisenbank.

Die Spaltung und Umwandlung der ÖVAG in eine Abbaufirma wurde in der Aktionärsversammlung einstimmig beschlossen, ebenso die Herabsetzung des Grundkapitals von rund 577 Millionen auf 19 Millionen Euro, womit auch der Bund Aktienkapitalanteile in den Wind schreiben muss. Das Partizipationskapital wird ebenso herabgesetzt.

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