Sa, 18. August 2018

"Krone"-Ombudsfrau

09.06.2015 11:15

Ausbildungskosten trotz ärztlichem Gesangsverbot

Nina (19) ist blind, aber eine junge Frau voller Energie, wie es scheint. Gerade steckt sie mitten in der HAK-Matura. Ein Schatten trübt jedoch die Freude. Nina ist begeisterte Sängerin und hat für ein Stimmtraining 1.260 Euro bezahlt. Doch nun hat ihr der Arzt das Singen verboten – das Geld soll sie trotzdem nicht zurückbekommen.

"Meine im Tonstudio aufgenommene CD war mein ganzer Stolz und ich plante weitere Auftritte und CD-Aufnahmen", erzählt Nina. Da beim Singen immer wieder Kopfschmerzen auftraten, dachte sie zuerst, dass sie ihre Gesangstechnik verbessern sollte, und entschloss sich zu einem professionellen Stimmtraining bei Robin D. im deutschen Freilassing. Sie überredete ihre Eltern, einen Vertrag mit 14 Monaten Laufzeit zu unterschreiben. Doch Nina konnte 2011/12 nur zwei Trainingseinheiten absolvieren.

Dann die ernüchternde Diagnose: Die Kopfschmerzen werden durch eine Funktionsstörung des Kiefers verursacht. Der Arzt erteilte Nina Gesangsverbot. Inzwischen ist sie im vierten Behandlungsjahr und sie glaubt nicht mehr daran, dass sie das Stimmtraining, für das die Eltern laut Vertrag 1.260 Euro bezahlten, jemals wieder aufnehmen kann. Eine Rückzahlung ist aber nicht möglich, teilte die Vocal Academy von Robin D. mit.

Vielleicht überlegt man es sich doch noch anders?! Mit einer Kulanz in dieser nicht vorhersehbaren Situation wäre Nina, die nach der Matura Psychologie studieren will, sehr geholfen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.