Sa, 20. Oktober 2018

Syrer drohte

31.05.2015 23:50

Wegen Essen und Quartier: Wirbel im Asyl-Zeltlager

Großer Polizeieinsatz wegen randalierender Asylwerber im Zeltlager am Polizeisportplatz in Linz: Ein Syrer setzte sich vors Eingangstor, drohte, sich mit dem Essbesteckmesser den Hals durchzuschneiden. Der Grund: Er war mit dem Essen unzufrieden. Die Situation drohte zu eskalieren, als sich etwa 50 Asylwerber dem Protest anschlossen. Acht Funkstreifen mussten einschreiten.

Während im Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen drei nordafrikanische Asylwerber Matratzen in Brand steckten, hatte sich am Samstag kurz nach 13 Uhr ein Syrer vor das Eingangstor des Polizeisportplatzes in der Linzer Derfflingerstraße gesetzt und lauthals gedroht, sich mit dem Messer aus seinem Essbesteck den Hals durchzuschneiden.

Laut Polizei war der Asylwerber mit dem Essen der Polizeikantine unzufrieden - es sei ihm einerseits zu wenig und würde ihm andererseits nicht schmecken. Auch würden ihm keine Tabakwaren kostenlos zur Verfügung gestellt. Insgesamt sei die Unterkunft schlecht, und auch die gratis ausgegebene Bekleidung entspräche nicht seinen Erwartungen.

50 Männer schlossen sich dem Protest an
Um die fünfzig weitere Asylwerber schlossen sich spontan dem Protest des Syrers an, warfen ihre Lunchpakete für den Abend zu Boden, schrien und fuchtelten herum, als Polizisten versuchten, die Situation abzuklären. Angeblich möchten die Männer auch abends warm verpflegt werden. Weitere sieben Funkstreifen mussten zu dem Zeltlager am Polizeisportplatz beordert werden. Ein Cousin des Syrers konnte den Tobenden dann schließlich beruhigen. Er wurde anschließend dem Amtsarzt vorgeführt, der den Mann wegen dessen nervlichen Zustands in die Linzer Landesnervenklinik einliefern ließ.

In dem Zeltlager in Linz befinden sich derzeit 160 Asylwerber, weitere 40 sind im Turnsaal der Polizeidirektion untergebracht. Detail am Rande: In der Polizeikantine wird extra für die Asylwerber gekocht, weil die meist muslimischen Männer kein Schweinefleisch essen.

Hich-Hack um Kasernen-Nutzung geht weiter
Indes geht die Diskussion um die Nutzung von Kasernen als Asylwerber-Quartiere weiter. Zwar wurden mittlerweile vier Kasernen bei einer Prüfung als "geeignet" eingestuft - die weitere Vorgehensweise ist aber trotzdem völlig unklar. Denn: Das Verteidigungsministerium sieht nun das Innenministerium am Zug, dieses die Länder – und die reagieren allesamt ablehnend.

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